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Marokko in 2 Wochen: Die perfekte Roadtrip-Route

Du willst Marokko mit dem Auto oder Camper erkunden? Zwei Wochen reichen, um die Highlights zu sehen — von den blauen Gassen Chefchaouens bis zu den Sanddünen der Sahara. Und alles beginnt mit der Fähre.

Atlasgebirge auf dem 2-Wochen-Roadtrip durch Marokko

Der Geruch von Salzluft und Dieselmotor, die Möwen über dem Heck, und dann — nach knapp eineinhalb Stunden auf der Fähre von Algeciras nach Tanger Med — taucht die marokkanische Küste aus dem Dunst auf. Willkommen in Afrika. Dein Roadtrip beginnt genau hier.

Zwei Wochen sind ein guter Rhythmus für Marokko. Nicht gehetzt, aber kompakt genug, um die großen Kontraste zu erleben: Küstenmelancholie im Norden, Berber-Kultur im Atlas, Wüstenstille in Merzouga und das pulsierende Medina-Leben in Marrakesch. Mit dem eigenen Fahrzeug hast du dabei eine Freiheit, die kein Pauschalpaket bieten kann.

Anreise: Fähre von Spanien nach Marokko

Für einen Roadtrip führt kein Weg an der Fähre vorbei. Die schnellste und meistgenutzte Verbindung ist Algeciras – Tanger Med (ca. 1–1,5 Stunden). Der Hafen Tanger Med liegt etwa 40 km östlich der Stadt — ideal für die Weiterfahrt Richtung Chefchaouen oder Fès ohne Stadtdurchfahrt. Wer hingegen direkt ins Stadtzentrum von Tanger möchte, nimmt die Fähre von Tarifa nach Tanger Ville (ca. 35 Minuten).

Tipp: Früh buchen spart Nerven und Geld

Im Sommer kann die Überfahrt sehr voll werden — besonders zwischen Juli und Mitte September (Paso del Estrecho). Buche deine Fähre mindestens 6–8 Wochen im Voraus. Im Frühjahr und Herbst sind Tickets oft noch 2–3 Wochen vorher verfügbar.

Die Route: 14 Tage durch Marokko

Hier ist eine bewährte Route, die sich gut mit einer Ankunft in Tanger Med oder Tanger Ville kombinieren lässt. Die Etappen sind so gewählt, dass du täglich etwa 2–4 Stunden fährst — genug Zeit für Stopps und spontane Entdeckungen.

Tag 1–2: Tanger – Ankommen und Orientieren

Plane für Tanger mindestens eine Nacht ein, besser zwei. Die Stadt lohnt sich: die Medina, der Große Sokko, die Kasbah mit Blick auf die Meerenge. Nach der Überfahrt bist du noch etwas „zwischen den Welten" — Tanger gibt dir Zeit anzukommen. Dirham abheben (Geldautomaten am Hafenausgang), SIM-Karte kaufen und die erste Minze-Tee-Pause einlegen.

Tag 3–4: Chefchaouen – Die blaue Stadt

Etwa zwei Stunden südöstlich von Tanger liegt Chefchaouen, das wohl fotogenste Städtchen Marokkos. Die Medina erstrahlt in hundert Blautönen, die Gassen sind schmal und ruhig. Plane hier zwei Nächte ein — nach dem Tagestouristenstrom am Nachmittag wird die blaue Stadt am Abend fast magisch. Wanderungen ins Rif-Gebirge sind von hier ebenfalls möglich.

Tag 5–7: Fès – Marokkos kulturelle Hauptstadt

Von Chefchaouen nach Fès sind es gut drei Stunden. Die Medina von Fès el-Bali ist UNESCO-Weltkulturerbe und eine der ältesten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte der Welt. Plane mindestens zwei Nächte, um die Gerbereien, die Madrasa Bou Inania und die zahllosen Souks ohne Hetze zu erkunden. Fès ist komplex — ein lokaler Guide für den ersten Tag lohnt sich.

Tag 8–9: Mittlerer Atlas und Richtung Sahara

Die Fahrt von Fès durch den Mittleren Atlas nach Merzouga ist eine der schönsten in Marokko. Über Ifrane (das „Schweizer Dorf" Marokkos mit echten Schneezedern) und Midelt geht es in die Ziz-Schlucht hinunter — Panoramen, die du nicht vergisst. Die Autobahn endet früh, danach sind die Nationalstraßen aber gut asphaltiert. Mautgebühren zahlst du in Dirham, bar.

Tag 10–11: Merzouga – Sahara-Erfahrung

Die Sanddünen von Erg Chebbi bei Merzouga sind das Highlight für viele Marokko-Reisende. Eine Kameltour zum Sonnenuntergang und eine Nacht im Wüstencamp sind fast Pflicht. Der Sprit ist in Marokko deutlich günstiger als in der EU — nutze es für den längeren Umweg durch den Süden.

Tag 12–13: Marrakesch – Djemaa el-Fna und Souks

Von Merzouga über den Hohen Atlas (Tizi n'Tichka, 2.260 m) nach Marrakesch — eine epische Fahrt. Die rote Stadt empfängt dich mit dem Lärm der Djemaa el-Fna, Schlangenbeschwörern, Garküchen und dem Duft nach Gewürzen. Plane zwei Nächte für Marrakesch: die Souks, der Jardin Majorelle und ein Hammam-Besuch.

Tag 14–15: Essaouira – Rückreise über die Atlantikküste

Wer Zeit hat, fährt von Marrakesch noch zur Atlantikküste nach Essaouira. Die windige Küstenstadt mit ihrer portugiesischen Festungsarchitektur und entspannten Atmosphäre ist ein schöner Abschluss. Von hier aus geht es zurück nach Norden — entweder über Casablanca oder direkt nach Tanger zur Rückfahrt mit der Fähre nach Spanien.

Tipp: Fahren in Marokko

Die Hauptstraßen und Autobahnen (autoroutes) sind gut ausgebaut. Auf Nebenstraßen im Atlas kann es holprig werden — ein Fahrzeug mit ausreichend Bodenfreiheit ist von Vorteil. Geschwindigkeitskontrollen gibt es regelmäßig, Tempolimits beachten. Mautgebühren sind überschaubar und immer bar in Dirham zu bezahlen.

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